27 August, 2015

Kein Herz für Fußgänger: Weniger Gehweg in der Fuhle

Scandalously: Less space for pedestrians along Fuhlsbütteler Straße


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Fuhle: Erneuerter Radweg gegenüber dem Ohlsdorfer Friedhof

Drive-in-Blumenmarkt für Radfahrer oder Bonsai-Gehweg?

Nach zahlreichen Bauarbeiten auf der Fuhle wurde mittlerweile wurde auch der Radwegabschnitt zwischen Im Grünen Grunde und dem Bahnhof Ohlsdorf gegenüber dem Friedhof erneuert. Dort haben die verantwortlichen Behörden aber einen groben Fehler gemacht. Für den Fußgöngerverkehr bleibt seit dem Umbau so gut wie kein Platz mehr. Der Radweg wurde einseitig ausschließlich zum Nachteil des Fußgängerverkehrs verbreitert. Der ansässige Pflanzenverkauf auf dem Gehweg, der eigentlich in der jetzigen Art gar nicht genehmigungsfähig ist, müsste nun sofort unterbunden werden, damit Fußgänger den Gehweg überhaupt noch sicher nutzen könnten.


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Vor Umbau

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Vor Umbau

Der erneuerte Radweg ist weiterhin benutzungspflichtig. Demnach muss laut der VwV-StVO eine ausreichende Fläche für den Fußgängerverkehr vorgehalten werden - oder die Benutzungspflicht muss fallen.

Benutzungspflichtige Radwege dürfen nur angeordnet werden, wenn ausreichende Flächen für den Fußgängerverkehr zur Verfügung stehen. [VwV-StVO]


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Vor Umbau

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Weniger "Radweg" in der Osterstraße - Bauarbeiten sollen im Oktober beginnen

Less "cycle tracks" along Osterstraße - Constructions should start in October


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Die nach Nutzerzahlen sehr beliebten "Radwege" entlang der Osterstraße sollen ab Oktober abschnittsweise beseitigt werden. Der erste Abschnitt betrifft die "Radwege" zwischen Schwenckestraße und Emilienstraße. Zukunftig sollen Radler auf Schutzstreifen durch die Osterstraße rollen. Nach einem langen Bürgerbeteiligungsverfahren konnte in einem mehrfach wiederholten Anlauf eine Einigung mit den Beteiligten Anliegern erreicht werden. Erste Umbaupläne wurden in den 1990er Jahren vorgestellt, aber aufgrund des Verlustes illegaler Stehzeugflächen aufgegeben. Die Geschäftsleute forderten damals den Erhalt illegalen Parkraums. Unter dem schwar-grünen Senat sollte die Osterstraße nach dem Shared Space-Modell umgestaltet werden. Beim derzeit laufenden Planungserfahren standen u.a. sowohl Radfahrstreifen, als auch eine Fußgängerzone zur Disposition.


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Mit dem Umbau der Osterstraße gehen einige der ganz wenigen noch vorhanden "Radwege" mit der rot-weißen Randeinfassung verloren. Diese existierten schon zu Zeiten des Straßenbahnverkehrs in der Osterstraße.

 
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26 August, 2015

Fakeradwege in der Grindelallee sollen in wenigen Tagen beseitigt werden

Fake cycle tracks along Grindelallee should be eliminated in a few days


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Laut dem Wochenblatt für Rotherbaum sollen die Bauarbeiten zur Beseitigung der letzten noch vorhandenen Fakeradwege entlang der Grindelallee noch im August beginnen. Damit gehen wieder einige besonders markante Relikte der Hamburger Verkehrsgeschichte verloren.


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25 August, 2015

Neuer Radschnellweg Venlo - Horst aan de Maas

New fast cycle way Venlo - Horst aan de Maas

Aktualisiert am 26.08.2015
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Greenport Bikeway Venlo - Horst aan de Maas


Die Niederlande sind nicht nur die Fahrradnation Europas, sondern auch Vorreiter beim Radschnellwegebau. Im Juni diesen Jahres wurde eine weitere Radschnellwegverbindung fertiggestellt, die den Bahnhof der 100.000 Einwohner großen Stadt Venlo mit dem Bahnhof der 40.000 Einwohner großen Nachbargemeinde Horst aan de Maas verbindet. Der Greenport Bikeway, wie der Radschnellweg genannt wird, ist etwa 12 Kilometer lang, und führt parallel zur Bahnhlinie von Venlo in Richtung Eindhoven.


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Greenport Bikeway: An beiden Endpunkten des Radschnellweges wurden diese Tafeln zur groben Orientierung aufgehängt


Startpunkt ist der Koninginneplein neben dem Bahnhof von Venlo. Von dort geht es über bestehende Radwege in den Stadtteil Blerick auf dem linken Maasufer. An den Kreuzungen Roermondseepoort vor der Maasbrücke und am Abzweig zum Eindhovenseweg hinter der Maasbrücke verpassen Radler leicht die Route mangels Wegweisung und sonstiger Hinweise. Ab dem Eindhovenseweg auf der linken Maasseite verläuft der Radschnellweg stadtauswärts links neben der Bahntrasse. Am Groot-Bollerweg wechselt der Radschnellweg wieder auf die rechte Seite der Bahnlinie, verläuft zunächst zwischen Bahnlinie und einem Gewebegebiet, passiert dann ein Motorcrosseventgelände, bis er dann endlich straßenunabhängig neben Baumschulungen und Ackerflächen an der Bahnlinie Richtung Horst aaa de Maas verläuft. Dort gibt es noch einen kleinen Schlenker entlang des Grubbenvorsterwegs, bis am nächsten Bahnüberweg wieder die Bahnlinie erreicht ist. Von dort führt der Radschnellweg direkt bis zum Endpunkt am Bahnhof Horst-Sevenum, wo den Radwanderer ein Café im historischen Bahnhofsgebäude erwartet.


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Venlo, koninginneplein: Startpunkt des Greenport Bikeway

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Venlo, Koninginneplein: Der einzige Wegweiser auf der gesamten Strecke des Radschnellwegs

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Venlo, Koninginneplein: Ein Übersichtsplan dient der Orientierung

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Die Übersichtskarte ist stark generalisiert und stellt nicht den genauen Verlauf des Radschnellwegs dar. Denn der Greenport Bikeway wechselt mal von der rechten auf die linke Seite der Bahntrasse. Wer im Stadtteil Blerick aufgrund dieser Kartendarstellung den Greenport Bikeway rechts der Bahnlinie sucht, der hat verloren


Die bauliche Ausführung des Greenport Bikeways ist vorbildlich. Die Strecke ist auch außerorts durchgehend beleuchtet, der straßenunabhängie Teil mit glattem rot eingefärbtem Aspahlt hergestellt. Kritikwürdig ist dagegen die den Greenportbikeway begleitende Wegweisung. Denn nur am Startpunkt gibt es einen Wegweiser. An Kreuzungen und Gabelungen im Verlauf der Strecke müssen Radler auf Bodenmarkierungen achten, um den in grüner Farbe aufgetragenen Schriftzug Greenport Bikeway nicht zu verpassen. Für Ortsunkundige ist das praxisfern. Bei der ersten hamburgize-Testfahrt nach der Eröffnung gab es mehrere Fehlfahrten, und lediglich ein Teilabschnitt des Greenport Bikeways wurde entdeckt. Erst durch Onlinerecherchen wurde der tatsächliche Verlauf entdeckt und konnte bei einer weiteren, späteren Fahrt absolviert werden. Auch elf Wochen nach der Eröffnung wurde die auch sonst in den Niederlanden übliche Wegweisung mit einheitlichen Schildern noch nicht ergänzt.


Greenport Bikeway: Venlo Bahnhof - Maasbrücke

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Radfahrer brauchen in den Niederlanden keine Angst haben und fahren daher helmlos



Greenport Bikeway: Maasbrücke - Stadtgrenze

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Achtung: Hinter der Maasbrücke wechselt der Greenport Bikeway von der rechten auf die linke Bahnstreckenseite

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Schon vor einigen Jahrzehnten wurde auf einen ausreichenden Durchlass für Radler und Fußgänger unter der Bahnlinie geachtet

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Der Greenport Bikeway zweigt hier nach rechts ab. Ein Wegweiser fehlt an dieser Stelle. Wer nicht nach rechts in den abzweigenden Radweg schaut, um nach den Greenport Bikeway-Schriftzug am Boden zu scnannen, der hat verloren

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Am Ende des Eindhovenseweg kreuzt der Greenport Bikeway wieder die Bahnline, in Richtung Horst aan de Maas nun wieder auf der rechten Seite der Bahnstrecke

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Achtung: Der Greenport Bikeway zweigt hier nach links ab

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Fahrradstraßenabschnitt im Verlauf der Voltastraat

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Greenport Bikeway: Stadtgrenze - Bahnhof Horst-Sevenum

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CDU Altona: Fußgänger an Elbchaussee belasten Anwohner durch erhöhten CO2-Ausstoß und erheblichen Verkehrslärm

CDU Altona: Pedestrians at Elbchaussee pollute residents with carbon dioxide and noise


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Christliche Autofahrerunion fordert die autogerechte Stadt

Die christliche Autofahrerpartei (CDU) in Hamburg-Altona möchte freie Fahrt für Autofahrer auf der Elbchaussee. Das ist nicht verwunderlich, liegt das doch ganz im Interesse der Autofahrer. Dazu hat sie einen Antrag in der Bezirksversammlung eingereicht. Die christliche Autofahrerunion in Altona fordert weniger Grünzeiten für Fußgänger an der Fußgängerbedarfsampel Rainvilleterrasse über die Elbchaussee, und somit mehr Grünzeiten für den Autoverkehr auf der Elbchaussee. Allerdings ist die Argumentation der Autofahrerpartei für die Einschränkung des Fußgängergrüns äußerst perfide. Denn Fußgänger, die die Straße sicher queren wollten, würden Fußgänger und Anwohner durch erhöhten CO2-Ausstoß und einer erheblichen Zunahme des Verkehrslärms belasten.

An der Elbchaussee/Höhe Rainvilleterrasse befindet sich eine Fußgängerlichtsignalanlage. Diese ermöglicht den Fußgängern das sichere und zügige Überqueren der Elbchaussee, um beispielsweise den Heinepark zu erreichen. Die Lichtsignalanlage wird stark frequentiert, was besonders in Stoßzeiten stadtauswärts zu massiven Rückstaus in der Palmaille sowie der Max-Brauer-Allee führt. Diese behindern nicht nur den Fahrzeugverkehr, sondern belasten Anwohner und Fußgänger durch den erhöhten CO2-Ausstoß sowie einer erheblichen Zunahme des Verkehrslärms in verstärktem Maße. Ursache hierfür ist aus unserer Sicht die zu kurz bemessene Grünphase für den Fahrzeugverkehr an dieser Lichtsignalanlage.
Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:
Die zuständige Behörde wird gemäß § 27 BezVG aufgefordert, die Grünphase für den Individualverkehr so zu verlängern, dass dieser auch während der Stoßzeiten abfließen kann, um die massiven Rückstaus und die damit einhergehende deutliche Zunahme von Lärm- und Schadstoffemissionen für Anwohner und Fußgänger zu vermeiden bzw. zu reduzieren.

Laut der Autofahrerunion würden sich Anwohner freuen, wenn keine lärmenden und abgasbelastenden Fußgänger mehr die Straße querten. Derweil bauen sich die Anwohner vermutlich einen Tunnel, um unter der Straße hindurchzukrabbeln.


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