22 September, 2014

Papenhuder Straße: Zwischen Populismus und Wahrheit

Papenhuder Straße: Between populism and truth


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Populismus und Wahrheit: "Breiter Gehweg" in der Papenhuder Straße

In wenigen Wochen soll die Papenhuder Straße zwischen Mundsburger Brücke und Hofweg für den Rad-, Bus und Fußgängerverkehr optimiert werden. Die Gegner, allesamt Verfechter des Automobilismus, stellen immer neue unwahre Behauptungen auf, um den autogerechten Zuschnitt des Straßenraums zu verteidigen. Neben der CDU haben sich mittlerweile auch die FDP und eine Initiative "Unser Uhlenhorst" gegen die Umgestaltung der Straßen eingenordet. Laut Uhlenhorster Wochenblatt beklagt ein Anwohner, dass "der Radweg vom breiten Fußweg auf die Straße verlegt werden" soll. Tatsächlich ist der Gehweg abschnittsweise nur ein Meter breit, bei Sondernutzungen stellenweise noch schmaler. Fußgänger können sich dort nicht einmal begegnen oder nebeneinander gehen.


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Mit solchen "Radwegen" und "Gehwegen" soll laut FDP der gesamte Verkehr beschleunigt werden

Die FDP behauptet, dass "Radfahrer zukünftig zwischen benutzungspflichtigen Radweg und Radfahrstreifen wechseln" müssten. "Studien zur Sicherheit entsprechender Verkehrsführung für den Standort Papenhuder Straße" lägen nicht vor. Tatsache ist aber, dass es Schutzstreifen geben soll, die nicht benutzungspflichtig sind. Ein Wechsel zwischen benutzungspflichtigem Radweg und Radfahrstreifen ist garnicht vorgesehen. Zudem ist es fragwürdig, vor einer Verkehrsplanung eine Studie anzufertigen, die die Erfahrungen mit der eigentlich geplanten neuen Verkehrsführung untersuchen soll. Offenbar will auch die FDP wie die CDU die vorhandenen zu schmalen Fake-"Radwege" belassen wie sie sind, damit als eigentliches einziges Ziel so viele Stehzeuge wie möglich im Straßenraum Platz finden. Das widerspricht allerdings dem eigenen Anliegen der FDP nicht nur den Busverkehr, sondern den gesamten Vekehr beschleunigen zu wollen. Denn die Stehzeuge blockieren den Verkehrsfluss.

Wir wollen den gesamten Verkehr beschleunigen, nicht nur einzelne Busse. 

Versteht die FDP unter Verkehr letztendlich nur Autoverkehr? Mit der Verlagerung des Radverkehrs auf die Fahrbahn und zukünftig breiteren Gehwegen werden sowohl der Rad- als auch der Fußgängerverkehr beschleunigt. Die Verbreiterung der Fahrgasse trägt zu einem verbesserten Verkehrsfluss sowohl für den motorisierten Verkehr einschließlich des ÖV als auch des Radverkehrs bei.


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Links "Radweg", rechts "Gehweg"


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Große Elbstraße: Neuer unsichtbarer "Radweg" wird für Konflikte mit Fußgängern sorgen

Große Elbstraße: New invisible "cycle track" will cause conflicts with pedestrians

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Große Elbstraße: Radwegdesign


Erst letzte Woche wurde mit der Veröffentlichung des Innenstadtkonzepts angekündigt, dass der berüchtigte unsichtbare "Radweg" am Jungfernstieg durch einen sichtbaren Radfahrstreifen ersetzt werden soll. In Altona dagegen entsteht derzeit ein ganz neuer unsichtbarer Radweg in der Großen Elbstraße. Im Verlauf des Elberadwegs hat es am Holzhafen und an der Fischauktionshalle demnächst Bereiche, die für Fußgänger (und Radfahrer) nicht als Radwege erkennbar sind. Die damit verbundenen und durch das Beispiel Jungfernstieg längst bekannten Probleme konnten den Bezirk Altona nicht davon abhalten neue schlechte Fake-"Radwege" zu bauen.


Das ultimative "Radweg"-Design im Bezirk Altona

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Wer käme darauf, dass der Radweg hier nicht endet?

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Wer genauer hinschaut: Kleine verborgene Steinchen scheinen auf einen nahezu unsichtbaren Radweg hinzuweisen

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Das ultimative "Radweg"-Design im Bezirk Altona

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Wie fahrradfreudlich sind Deutschlands Städte? Fahrradklima-Test des ADFC startet übermorgen

Cycle-friendly Germany? Cycle climate survey of ADFC will start soon

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2014 wird es wieder einen bundesweiten Fahrradklimatest haben. Ab dem 24. September bis zum 30. November können Radler zum sechsten Mal beim ADFC den bekannten Fragebogen ausfüllen. Die Auswertung soll 2015 in Berlin vorgestellt werden.

Der Fahrradklima-Test hat sich mittlerweile zu einem wichtigen Indikator der Fahrradfreundlichkeit in Deutschland entwickelt. Bei der letzten Umfrage 2012 landete Hamburg unter den Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern an 34. Stelle. Nur Bochum, Mönchengladbach, Wiesbaden und Wuppertal waren schlechter.

Hat Hamburg in den letzten zwei Jahren geschlafen oder spürbare Verbesserungen erreicht?

2012 ärgerten sich Hamburgs Radfahrer unverändert am meisten über Kampfparker auf Radwegen (Note 5,38 - 2005: 5,37; 2003: 5,64). Mangelhaft wurden zudem die unzureichende Breite der Radwege (5,37), erschütternde Oberflächen der Radwege (5,34), unangepasste Ampelschaltungen (5,26), fehlender Winterdienst auf Radwegen (5,22), seltene Reinigung der Radwege (5,16) und zahlreiche Hindernisse auf Radwegen (5,02) bewertet.

Die beste Note gab es für das Fahrradleihsystem StadtRAD (1,97). Keine andere Stadt übertraf Hamburg mit der Bewertung beim öffentlichen Leihfahrrad. Weitere Pluspunkte: Mit der Anzahl geöffneter Einbahnstraßen (3,04) und der Fahrradmitnahme beim HVV (3,31) waren die Hamburger recht zufrieden. Bei der Fahrradmitnahme lag Hamburg deutlich vor München (Note 4,52), Berlin (Note 4,87) und Köln (Note 4,35) und hatte damit unter den Millionenstädten mit großen Schnellbahnnetzen den besten Platz.


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Radlerkritik: Kampfgastronom an der Großen Elbstraße lenkt ein

Restaurateur at Große Elbstraße gives in

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Jahrelang blockierte ein Gastronom in der Großen Elbstraße den gesamten Gehweg mit seiner Außengastronomie. Selbst nach Bau des neuen Radwegs im Verlauf des Elberadwegs blieb die Gehwegblockade in der bei Touristen beliebten Straße bestehen. Nach wiederholtem Protest von Radfahrern hat das Bezirksamt die Sondernutzung zurückgedrängt. Laut Hamburger Wege-Gesetz ist eine derartige Zweckentfremdung eines Gehwegs unzulässig.


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Kopenhagen: Letzter Weg auf Erden mit dem Fahrradleichenwagen

Copenhagen: Last way on earth with the bicycle hearse


Kopenhagen scheint tatsächlich eine Fahrradstadt zu sein. Selbst für den letzten Weg auf Erden müssen Kopenhagener nicht auf eine Fahrt mit dem Rad verzichten. Ein Bestattungsunternehmen in Østerbro hat nun ein spezielles Cargo-Bike auf Basis des Jernhesten als Leichenwagen-Sondermodell angeschafft.

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