06 Februar, 2016

Hamburg: Mehr Stehzeuge, mehr Dieselschadstoffe

Hamburg: More cars, more diesel pollutants


© hamburgize.com / Stefan Warda


Laut einer Meldung des NDR hat der Autobestand in Hamburg im letzten Jahr um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Zudem wurden letztes Jahr sieben Prozent mehr Dieselfahrzeuge bestellt als im Jahr zuvor. Insgesamt muss Hamburg 750.000 Stehzeuge verkraften, die leider oftmals Geh- und Radwege, Radfahrstreifen, Schutzstreifen oder Grünflächen blockieren. Hamburg verkraftet aber kein weiteres ungehemmtes Wachstum beim Autobestand. Wer zulasten der Solidargemeinschaft innerhalb der Stadt nicht auf ein eigenes Auto verzichten will, der sollte sich aus Rücksicht um einen Stellplatz kümmern müssen.


Mehr . . . / More . . . :
.

Veloroutenbau in Hamburg: Gesamtnetz könnte erst 2031 statt zuletzt für 2015 vorgesehen fertig werden

Development of cycle route network in Hamburg
Aktualisiert um 18:10 Uhr

© hamburgize.com / Stefan Warda
Veloroutenwegweiser an der Mönckebergstraße


Veloroutenbau in Hamburg: Der politische Wille fehlt

Laut der Senatsantwort auf eine schriftliche kleine Anfrage sollen 2016 11,8 Kilomter Velorouten ergänzt werden. Von dem geplanten Gesamtnetz mit einer Länge von 280 Kilometern waren bis Ende 2015 erst 95 Kilomter fertiggestellt. 2015 wurden 6,4 Kilometer Velorouten hinzugefügt. Ende 2016 werden somit erst rund 107 Kilometer vollendet sein. Bei gleichbleibender Bauleistung wie in diesem Jahr werden alle Velorouten 2031 fertiggestellt sein.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Wegweisung im Verlaufs von Hamburgs erster Veloroute im Bezirk Wandsbek


Hamburgs erste Veloroute wurde 1996 im Bezirk Wandsbek zwischen Wandsbek Markt und Duvenstedt eingerichtet. Der systematische landesweite Bau der Velorouten begann Ende der 1990er Jahre unter einem SPD-geführtem Senat und sollte schon längst fertiggestellt sein. Mit Regierungswechsel im Jahr 2001 wurde der Veloroutenbau eingestellt. Nach sieben Jahren reiner Autoverkehrspolitik legte 2008 CDU-Verkehrssenator Axel Gedaschko unter einem CDU-Senat die "Radverkehrsstrategie für Hamburg" vor. Die Radverkehrsstrategie sah vor den unter dem SPD-geführten Senat begonnenen und später unter einem CDU-regierten Senat abgebrochenen Veloroutenbau bis 2015 endgültig zu vollenden. Doch auch dieses Ziel wurde verfehlt mangels politischem Willen.


Die letzten bedeutsamen Veloroutenabschnitte, die erstmalig hergerichtet wurden, waren:

  • 2015: Veloroute 4, Bebelallee von Hudtwalckerstraße bis Wilhelm-Metzger-Straße
  • 2014: Veloroute 8 von Steintorbrücke bis Hammer Berg

Die letzten bedeutsamen Veloroutenabschnitte, die erneuert wurden, waren:


Für 2016 sind u.a. folgende Abschnitte für erstmalige Anlage(*) oder Erneuerung schon eingerichteter Routen geplant:

  • Veloroute 1, Neuer Pferdemarkt
  • Veloroute 1, Thadenstraße zwischen Wohlers Allee und Gählerstraße
  • Veloroute 1, Chemnitztraße*
  • Velorouten 1/2, Graskeller, Stadthausbrücke, Axel-Springer-Platz, Kaiser-Wilhelm-Straße
  • Veloroute 2, Weidenallee
  • Veloroute 3, Goebenstraße
  • Velorouten 3/4, Neuer Jungfernstieg zwischen Colonnaden und Esplanade
  • Veloroute 4, Leinpfad
  • Veloroute 4, Kreuzung Suhrenkamp / Sengelmannstraße*
  • Veloroute 5, Rümkerstraße zwischen Otto-Speckter-Straße und Steilshooper Straße*
  • Veloroute 8, Horner Weg zwischen Hammer Berg und Bei den Zelten*
  • Veloroute 8, Riedweg / Maukestieg / Öjendorfer Weg*
  • Veloroute 8, Ludwig-Rosenberg-Ring zwischen Sander Markt und Alte Holstenstraße
  • Velorouten 8/9, Kreuzung Alte Holstenstraße / Weidenbaumsweg
  • Veloroute 9, Ausschläger Allee zwischen Brücke über die Gleise zum Kraftwerk Tiefstack bis Grusonstraße*
  • Veloroute 10, Veddeler Markplatz
  • Veloroute 11, Veringstraße zwischen Vogelhüttendeich und Mannesallee
  • Veloroute 11, Hauland zwischen Inselpark und Kornweide



Mehr . . . / More . . . :
.

Grünpfeil-Regelung für Radler in Hamburg abgelehnt

Hamburg: Cyclists will not be allowed to run red lights
Aktualisiert um 13:25 Uhr

© hamburgize.com / Stefan Warda


Die Initiative der Linken, eine Grünpfeil-Regelung für Radfahrer ähnlich den Vorbildern aus Basel oder Frankreich zu verwirklichen, wurde laut Mopo von SPD und Grünen abgelehnt.


© hamburgize.com / Stefan Warda


Der grüne Pfeil hat als Modell beim Autofahren ausgedient. Fast die Hälfte der einstigen grünen Pfeile wurde schon abgebaut. [] Der grüne Pfeil für Autos dient daher nicht als Vorbild für Radfahrer.

An vielen Hamburger Kreuzungen war es bislang jedoch grundsätzlich möglich bei Rot legal rechts abzubiegen, wenn nicht andere wartende Radfahrer den Radweg blockierten . Bei der Führung des Radverkehrs auf den klassischen historischen schmalen Radwegen führten diese an den Ampeln vorbei. In den letzten Jahren wurden jedoch viele Kreuzungen derart umgebaut, dass Radler nun nicht mehr bei rot rechts abbiegen können.


Kreuzung Neuer Pferdemarkt / Neuer Kamp vor und nach Umbau

Vor dem Umbau durften Radfahrer prinzipiell bei Rot nach rechts abbiegen. Allerdings hatte die frühere Regelung einen erheblichen Nachteil: die unklare Situation für sich kreuzende Verkehre unter Radlern untereinander und Radlern und Fußgängern. Die auf dem Bild wartenden Radler (aus Richtung Budapester Straße in Richtung Norden) blockierten z.B. den Radverkehr, der die wartenden Radler bei Grün kreuzen wollte (im Verlauf der Veloroute 1 von Thadenstraße kommend in Richtung Neuer Kamp / Feldstraße), bzw auch die Abbieger nach rechts wurden blockiert. Das Befahren der Gehwege neben den auf den Radwegen wartenden Radlern war und ist weiterhin verboten. Das Kampfradeln auf den Gehwegen wurde mit der alten Regelung jedoch forciert

Seit Umbau der Kreuzung müssen alle Radler bei Rot halten


Zudem gab es in Hamburg Verkehrsversuche, um das Radfahren bei Rot grundsätzlich in alle Fahrtrichtungen zu erlauben. Diese wurden jedoch weitgehend beendet.






Mehr . . . / More . . . :
.

03 Februar, 2016

Hamburg-Altona: Lessingtunnel soll verbreitert werden

Hamburg-Altona: Lessingtunnel to become wider


© hamburgize.com / Stefan Warda


Der Lessingtunnel zwischen Barnerstraße / Scheel-Plessen-Straße und der Julius-Leber-Straße soll zukünftig verbreitert werden. Das Abendblatt berichtet, dass Bauarbeiten mit Sperrungen im August 2016 beginnen sollen. Zunächst sollen aber nur die einzelnen Brückenelemnte der S-Bahntrassen erneuert werden. Die Fernbahngleisbrücken sollen abgerissen werden, wenn der Fernbahnof nach Diebsteich verlegt worden sein wird. Danach soll der Tunnel unter den verbliebenen S-Bahnbrücken von derzeit 18 auf zukünftig 25 Meter verbreitert werden. Damit soll mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger geschaffen werden. 2024 soll der Umbau abgeschlossen sein.



Mehr . . . / More . . . :

.

Kampfparken im Klosterstern-Kreisverkehr soll legalisiert werden

Illegal car parking at Klosterstern going to be legalized
Aktualisiert um 16:20 Uhr

© hamburgize.com / Stefan Warda


Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) will das bislang überwiegend illegale Parken im Kreisverkehr des Klostersterns legalisieren. Bislang wurde großzügig geduldet - wie auch in den meisten anderen Straßen Hamburgs, dass Autos statt längs sich quer oder schräg aufgestellt hatten und dazu die Grünflächen beschädigten. Außerdem ist auch das Parken auf dem Grünstreifen zwischen Hauptfahrbahn des Kreisverkehrs und der Nebenfahrbahn im inneren des Kreisverkehr verboten - aber geduldet. Wegen Anwohnerprotesten gibt die BWVI nun nach und kommt der Stehzeugelobby sehr großzügig entgegen.
Wir haben bewusst die Bürgerinnen und Bürger in unseren Planungsprozess einbezogen. Die Gespräche waren sehr konstruktiv. Wir können den Wunsch nachvollziehen, an der Parksituation weitestgehend nichts zu verändern. Darum haben wir den Vorschlag geprüft und nun entschieden: Die Zahl der Parkplätze im Innenkreisel wird sich nicht verändern.

Wird die BWVI auch bei der geplanten Straßenraumänderung in der Rothenbaumchaussee der Stehzeugelobby großzügig entgegen kommen? Auch dort wird fast ausnahmslos illegal geparkt, denn es darf dort statt schräg oder quer nur längs geparkt werden. In der Rothenbaumchaussee sollen Radspuren angelegt werden. Bislang müssen Radfahrer dort neben weiteren Kampfparkern auf der Fahrbahn im Mischverkehr radeln, wenn sie nicht im Schritttempo um die Schrägkampfparker herum auf dem sehr beengten Gehwegen radeln wollen. Das Radeln auf den Gehwegen ist dort zumeist erlaubt, obwohl die Gehwege wegen Kampfparkern oftmals nicht einmal den Begegnungsfall zwischen Radfahrern und Fußgängern zulassen.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Riskantes Radfahren auf der Rothenbaumchaussee - im Dooringbereich von Kampfparkern



Rothenbaumchaussee: Kampfparker und Gehwegradeln

© hamburgize.com / Stefan Warda

Erlaubt ist hier ausschließlich das Längsparken auf dem Gehweg, nicht aber das Schräg- oder Querparken

© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda

© hamburgize.com / Stefan Warda





Mehr . . . / More . . . :
.