19 Dezember, 2014

Eröffnung der Nordbahntrasse: Wird Wuppertal jetzt Fahrradstadt?

Opening Nordbahntrasse: Will Wuppertal become a city of cyclists?


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Die Nordbahntrasse in Wuppertal, einer der interessantesten Radwege Deutschlands, wird heute feierlich eröffnet. Der WDR analysiert Werdegang und Perspektiven. Glückwunsch an die Wuppertaler für das gute Gelingen.


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Dooringunfall auf der Fahrradstraße Harvestehuder Weg

Cyclists had been doored on cycle street Harvestehuder Weg

Aktualisiert


Auf der neuen Fahrradstraße am Harvestehuder Weg wurde eine Radlerin durch eine unachtsam geöffnete Autotür zu Fall gebracht und verletzt. Die Radlerin wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Unfall hätte verhindert werden können, wenn der Automobilist seinen Sorgfaltspflichten nachgekommen wäre. Radlern sei empfohlen immer einen ausreichenden Abstand zu parkenden Autos einzuhalten, damit sie nicht von fahrlässig geöffneten Türen getroffen werden könnten. Die Planer des LSBG, das Bezirksamt oder die BWVI sollten nochmals prüfen, wie zukünftig Dooring-Unfälle entlang der neuen Fahrradstraße vermieden werden könnten.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Auch wenn es schwer fällt: Lieber ausreichenden Abstand zu Stehzeugen halten, denn zu viele Automoblisten öffnen unvorsichtig die Türen



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17 Dezember, 2014

Nordbahntrasse in Wuppertal wird eingeweiht

Wuppertal: New cycle track Nordbahntrasse will be opened

Aktualisiert am 18.12.2014
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Wuppertal wird um eine Attraktion reicher. Neben der weltberühmten Schwebebahn, dem Pina Bausch Tanztheater und dem Von der Heydt-Museum wird Wuppertal zukünftig auch mit einer äußerst attraktiven Radroute in Verbindung gebracht werden. Übermorgen wird der Dr.-Werner-Jackstädt-Weg, üblicherweise auch Nordbahntrasse genannt, durch die WUPPERTALBEWEGUNG e.V. und die Stadt Wuppertal in Anwesenheit von NRW-Städtebauminister Michael Groschek feierlich eröffnet.


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Nach fast zehn Jahren bürgerlichem Engagement, durch Förderung des Bundes und des Landes Nordrhein Westfalen, sowie zahlreicher Sponsoren konnte einer der spektakulärsten Bahntrassenradwege Deutschlands fast fertig gestellt werden. Die Route führt auf 22 Kilometern (inklusive einer Verbindung durch Vohwinkel) über 23 Brücken, vier große Viadukte und durch sechs Tunnel. Von Brücken und Viadukten bieten sich dem Radler einzigartige Blicke über die industriell geprägte Stadtlandschaft längs des Tals der Wupper.


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Über den Dächern von Wuppertal

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Die Barmer Viadukte der Nordbahntrasse sind ebenso stadtbildprägend für Wuppertal wie das Gerüst der Schwebebahn. Es lohnt sich also nicht nur den Blick von der Nordbahntrasse schweifen zu lassen, sondern auch auf die Bahntrasse. Nachts werden einige der alten Klinker-Viadukte kunstvoll mit Licht in Szene gesetzt, einige moderne Brückenkonstruktionen im Lauf der Nordbahntrasse sind aber auch sehenswert. Die "Lego"-Brücke über die Schwesterstraße zwischen Barmen und Elberfeld wurde vom Streetart-Künstler Martin Heuwold mit Unterstützung der WUPPERTALBEWEGUNG e.V. und weiterer Sponsoren gestaltet. Das Projekt wurde 2012 mit dem Förderpreis des Deutschen Fassadenpreises ausgezeichnet.


CC: Morty, Die Legobrücke in Wuppertal

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Zum Zeitpunkt der Eröffnung bleibt leider noch eine Lücke entlang der Trasse bestehen. Die Brücke Bracken im nordöstlichen Außenbereich fehlt noch, soll aber laut der Stadt Wuppertal im 1. Quartal 2015 eingehoben werden. Solange müssen Fußgänger und Radler einen Umweg von 500 Metern nehmen, der allerdings ausgeschildert ist. Der Schee-Tunnel in die Nachbarkommune Sprockhövel soll jedoch nahezu ganzjährig geöffnet sein. Bis auf einen kurzen Abschnitt zwischen dem Bahnhof Wichlinghausen und der Wittener Straße, in dem die ehemalige Bahntrasse leider bebaut wurde, verlauft die Trasse kreuzungsfrei und eigenständig. Im Innenstadtbereich ist die Trasse mit vier Meter breitem Asphaltbelag für Radler und zwei Meter breitem Betonsteinpflasterbelag hergestellt, im Außenbereich mit 3,5 Meter breitem Asphaltbelag, bzw. im Abschnitt Braken - Schneetunnel mit einer wassergebundenen Decke. Der längste Tunnel (Scheetunnel) misst 722 Meter, der längste Viadukt (Steinweg) 280 Meter.


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Die Nordbahntrasse hat im Nordosten unmittelbaren Anschluß an den Kohlenbahnradweg nach Hattingen über Sprockhövel, sowie an die Bahnradweg nach Wetter-Silschede über Sprockhövel-Haßlinghausen, wo Anschluß an den Radweg auf der ehemaligen Harkortschen Kohlenbahn besteht.

Im Westen in Wuppertal-Vohwinkel besteht Anschluß an die Korkenziehertrasse nach Solingen Richtung Süden, nach Norden an den Panoramaradweg Niederbergbahn nach Essen-Kettwig über Wülfrath, Velbert und Heiligenhaus. Die zahlreichen stillgelegten Bahnlinien im Bergischen und dem Ruhrgebiet ergänzen sich heute nach und nach zu einem zusammenhängenden attraktiven Radwegenetz.

Einige neu geschaffene Anschlüsse an Querstraßen oder angrenzende parallel verlaufende Straßen betten die Nordbahntrasse in das bestehende Verkehrsnetz ein. Somit ist die Nordbahntrasse auch für den Alltagsverkehr äußerst interessant. Im bergigen Wuppertal besticht die neue Radtrasse vor allem durch die äußerst geringe Steigung von max. 1,25 %. Die Nordbahntrasse hat das Potential Wuppertals Radverkehr - und nicht nur den Freizeitverkehr - einen enormen Anschub zu geben.


Eine ehemalige Bahnlinie beflügelt Wuppertals Radfahrer

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16 Dezember, 2014

Hamburger wünschen den Ausbau des Radverkehrssystems

Hamburg: People wish expansion of cycle infrastructure


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Hamburgs Zweirichtungsradwege (z.B. im Alstervorland parallel zum Harvestehuder Weg, Fernsicht, Krugkoppel, An der Alster, Schwanenwik, Alsterglacis, Kennedybrücke, Johannisbollwerk, Vorsetzen, Kaifuradweg, Dithmarscher Straße) sind in der Regel nur halb so breit wie dieser Radweg in Kopenhagen oder gar noch schmaler (z.B. Bellevue). Trotzdem bezeichnen einige unwissende Hamburger immer noch gerne Hamburgs Radwege als breite oder sehr Radwege, aktuell z. B. den im Alstervorland. Viele Radwege lassen sich nicht einfach ausbauen wegen angrenzender Bäume, Parkplätze, usw. Abhilfe schaffen können u.a. auch Fahrradstraßen

Veloroute 4, Harvestehuder Weg: Wird als in Hamburg als "breiter Radweg" bezeichnet. Die Fahrradstraße soll jetzt Abhilfe schaffen, denn dieser Fakeradweg lässt nur schwerlich ausbauen. Bislang wich der Gegenverkehr unfreiwillig als Kampfradler auf den Gehweg aus


Vorrang für das Fahrrad

Eine Mehrheit der Hamburger befürwortet den Ausbau des Hamburger Radverkehrssystems. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Hamburger Abendblatts Ende Oktober / Anfang November. 60% der Hamburger befürworten den Ausbau des Radverkehrs, auch wenn dies zulasten des Autoverkehrs geht.


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Radweg in Kopenhagen


Radverkehr eine Frage der Bildung

68% der Befragten mit Abitur wollen den Radverkehrsausbau, hingegen nur 42% mit Hauptschulabschluss.


Radweg in Kopenhagen


Radverkehr eine Frage des Geschlechts

Befürworten 64% der Frauen den Ausbau des Radverkehrsnetzes,  findet dies nur bei 54% unter den Männern Zustimmung. Anders herum betrachtet stimmen Frauen eher dafür den Autoverkehr einzuschränken. 41% der Männer möchten den Autoverkehr nicht eingeschränkt sehen, dagegen nur 31% der Frauen.


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Radfurt in Kopenhagen


Fahrrad heute noch wichtiger als vor zwei Jahren

Bei einer Umfrage des Abendblatts im Jahr 2012 bejahten 51% der Befragten, die Hamburger Innenstadt für den privaten Autoverkehr zu sperren. Unter den Top Ten der Wünsche für Hamburg rangierte der Ausbau des Radverkehrsanlagen mit Vorrang der Radler vor Autofahrern an vierter Stelle. An erster Stelle Stand bezahlbarer Wohnraum, gefolgt von Erhalt, Pflege und Ausbau der Grünflächen und Schutz der traditionellen Hamburger Baukultur. Der Bau einer Stadtbahn rangierte auf dem zehnten Platz.

Die Befragungen zeigen, dass den Hamburgern ein gut funktionierender Radverkehr ein wichtiges Anliegen ist. Zudem scheint das Modell der autogerechten Stadt mit Vorrang für den Autoverkehr nicht mehr eine Mehrheit zu finden. Ob die Hamburger bei der bevorstehenden Landtagswahl entsprechend abstimmen werden, wird sich noch zeigen.


Sogenannte "breite Radwege" in Hamburg: Ein Ausbau ist drigend notwendig

Veloroute 4, Harvestehuder Weg. Beim Hamburger Bonsai-Zweirichtungsverkehr muss in der gefährlichen Dooringzone geradelt werden - eigentlich unzulässig

Veloroute 4, Harvestehuder Weg: Gefährlicher Gegenverkehr

Veloroute 4, Harvestehuder Weg: Bei Cargobikes bleibt kein Platz für Gegenverkehr. Gleiches gilt für Radler mit Kinder- oder Lastenanhängern

Veloroute 4, Harvestehuder Weg: Der Gegenverkehr muss auf den Gehweg ausweichen und Kampfradeln

Veloroute 4, Alstervorland: Für Kopenhagener Standards müssten die Bäume gefällt oder eine zweite gleichbreite Radwegspur hinter den Bäumen angelgt werden

Kaifuradweg: Für Cargobikes oder Gespanne kaum geeignet



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